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Donnerstag, 31. Dezember 2009

Dienstag, 29. Dezember 2009

Gute Vorsätze

An jedem Jahresende steht man vor dem selben Dilemma.
Man blickt zurück, lässt die vergangenen 12 Monate Revue passieren und überlegt, was man geschafft hat, geschaffen hat.
War es ein erfolgreiches Jahr? Ein Schmerzvolles oder Freudiges?
Ein Langweiliges oder atemberaubend Aufregendes?
Was habe ich gelernt? Und was gelehrt?
Konnte ich Träume verwirklichen oder habe ich nur Luftschlösser gebaut, Luftlöcher gestarrt?
Habe ich die mir gegebene Zeit genutzt, benutzt, ausgenutzt?
Habe ich mich weiter entwickelt oder bin ich Kopf über in die Vergangenheit gestolpert?
Bei wem war ich der salzige Finger in der offenen Wunde und wessen Seele habe ich mit Pflastern aus Wort und Tat zusammen gekittet?
Wer hat mich gläsern zerschellen lassen und wer verarztete mich?

Und hat man einmal sein persönliches Jahres - Resümee abgeschlossen, schweifen die Gedanken unweigerlich in die Zukunft, denn der Jahreswechsel ist nah und aus einem mir unersichtlichen Grund, ist für viele Menschen die Änderung der Jahreszahl auch der Startschuss für einen Neuanfang, gegeben durch laute, bunte pyrotechnische Gegenstände die wild und erbarmungslos ins Firmament geschossen werden.
Dann wird plötzlich das Rauchen aufgegeben, eine Diät angefangen, nachdem man sich in den Weihnachtstagen noch mal so richtig etwas "gegönnt" hat und sich fit gemacht um in den anstehenden 52 Wochen auf der Karriereleiter ein paar Streben höher zu klettern.

Und ungewollt entwickelt sich auch mein Kopf zu einer wilden Plan-Maschine, die "Gute Vorsätze" in Massenproduktion herstellt, dabei aber mehr auf Quantität als Qualität achtet und so wird der Großteil am Ende doch im Fach mit der Aufschrift "Ungenügend" landen.
Welche Vorsätze es am Ende auf meine Top 5 für das an der Tür klopfende Jahr schaffen, ist noch ungewiss und vielleicht möchte ich es auch so belassen um einem deprimierenden Jahresrückblick 2010 vorzubeugen.




Freitag, 25. Dezember 2009

Silent night...

Eine besinnliche Zeit soll es sein, die Weihnachtszeit.
Eine Zeit, die im Kerzenschein schimmert und Schneegestöber glitzert.
Eine Zeit, in der Familien zusammen kommen. Friedlich.
Doch nichts dergleichen fühle ich.

Der Wind jault um die Ecken und hat warme Luft im Schlepptau,
die die wenigen dreckigen Schneeflecken im Acker versickern lässt.
Mein Herz trägt noch den Herbst in sich, ist wehmütig, traurig.
Kein Platz für Heiterkeit und Festivität.

Gefeiert werden soll die Geburt des Erlösers, Friedefürst,
Hoffnung, Liebe, Dankbarkeit in uns weckend.
Nichts dergleichen hat es in mein Herz oder Verstand geschafft,
wurde abgeblockt in den Tagen der Mast von eigener Stumpfsinnigkeit.

Mit Vorfreude erfüllt erreichte ich das elterliche Haus,
kam zurück in den Kreis der Familie und wurde Opfer meiner eigenen Vergangenheit.
Die Geister, die ich niemals rief, drücken mich nieder, saugen mich aus
und hinterlassen eine Hülle aus Sehnsucht nach neuer Heimat.

Oh du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!
Schenk mir Freiheit, Frieden, Seligkeit.
Nimm den Schleier der Müdigkeit von meinen Augen
und die Lasten der Wehmut von meinen Schultern.

Schenk mir Hoffnung, Zuversicht,
wenn das Beschenken doch der Inhalt dieser Zeit ist.
Nichts anderes Wünsche ich mir,
nach nichts anderem schreit mein Herz.





Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

Hermann Hesse


Aufgeräumt


Jetzt habe ich diesen Blog, um den ich mich zugegebener maßen nicht besonders gut kümmere, etwas umgestaltet und auch einige Dinge gelöscht, von denen ich mich klar distanzieren möchte und muss.

Vielleicht schreibe ich irgendwann mal wieder einen richtigen Beitrag.